Kaddy in Tanzania vom 26.9.2010 bis 11.3.2011

Donnerstag, 30. September 2010

Hindernisse Überwinden


Jambo!
Bisher wurde mir hier noch nicht langweilig. Gestern Abend fuhren wir in ein Restaurant in der Innenstadt und aßen mit den anderen Studenten aus Vechta, die die Semesterferien hier verbrachten um Freiwilligenarbeit in irgendwelchen NGO’s zu leisten. Es war noch ein Typ aus Würzburg mit dabei, den irgendwer irgendwoher kannte. Der ist hier ganz allein in Tanzania unterwegs und arbeitet in einer Organisation für Waisenkinder. Ich hatte Shrimps süß sauer. Es war ziemlich schmackhaft und spottbillig. Leider habe ich diese riesige Portion nicht geschafft aufzuessen. Die Shrimps konnte ich alle essen, jedoch blieb viel Reis übrig.
Heute sind wir erneut früh aufgestanden um nochmal zu schauen, ob mein Gepäck inzwischen in Mwanza angekommen ist. Mir wurde das Selbe Gepäckstück wie an den anderen Tagen gezeigt und ich erklärte erneut, dass dies nicht mein Gepäck sei. Ich war kurz vorm Ausrasten. Glücklicherweise war Sakina vom International Office dabei, mich ruhigzustellen. Später füllte ich ein Formular aus, welches mein Gepäck beschreiben und meine Kontaktdaten sichern sollte. Ich habe nicht verstanden, warum ich das nicht schon am ersten Tag machen konnte. That’s Afrika! Später fuhren wir noch zu einem Büro der Fluggesellschaft. Die sagten aber, dass nur das Personal am Flughafen dafür zuständig sei (also all diese Flaschen, die ich schon zusammenfalten wollte) Safi! Ich habe mich also erneut von dem Gedanken verabschiedet mein Gepäck je wiederzusehen. Als ich dann heute Mittag mein Managerschläferchen halten wollte, erhielt ich einen Anruf. Ich liebe es, wenn mich Leute anrufen wollen, wenn ich gerade eingenickt bin (achtung Ironie!). Es sprach eine Frau von der Fluggesellschaft. Ich sollte mich identifizieren und meinen Koffer beschreiben. Der Koffer sei in Kairo gelandet und befindet sich in Dar es Salam. Heute Abend würde ich ihn Abholen können um neun. Ich erklärte, dass es abends nicht möglich ist, zu kommen aber dass ich dann Morgen früh kommen würde (es ist abends schwierig an Dala-Dalas zu kommen und außerdem ist es gefährlich). Ich glaube immer noch nicht, dass es sich um mein Gepäck handelt aber ein Versuch ist es wert. Ich weiß nicht, warum ich da immer aufkreuzen muss, denn es lässt sich auch einfach per Telefon klären, ob das mein Koffer ist oder nicht. Ich bin glaube ich die einzige, die einen Koffer mit schwarz-weißen Blumen besitzt hier. Na ja, Pole-Pole…

Auch in der Uni war heute Pole-Pole angesagt. Ich muss das noch üben, denn ich bin viel zu ungeduldig für diese Mentalität. Wir gingen in ein Büro um uns zu registrieren. Es wurden uns Registernummern zugeteilt, indem sie einfach auf einen Zettel geschrieben wurden. Mir ist es unbegreiflich, wozu man dafür Elektrizität braucht. Nachdem diese Prozedur von statten gegangen ist, gingen wir ins nächste Büro, und erhielten unseren vorläufigen Studentenausweis. Mein Foto, welches ich dafür benötige, befindet sich in meinem Koffer. So darf ich, falls mein Koffer morgen noch nicht da ist, noch zu einem Fotoladen gehen.

Daraufhin sprachen wir mit einer Frau über unsere Unterkunft. Wir wohnen zurzeit in einem Guesthouse und sie meinte, wir müssten umziehen, weil wir ja bald Studenten hier sind. Ich konnte nicht viel verstehen, Moni redete fast die ganze Zeit in Kiswahili mit denen (Moni kann das, da ihre Mutter aus Tanzania kommt). Zwischendurch habe ich mal eingeworfen, dass sie bitte Englisch sprechen sollten. Es wurde entschieden, dass Moni, zwei andere Ausländische Studierende und ich zu viert in ein Haus kommen würden. Jakob sollte mit einem Priester zusammenwohnen, hätte aber einen eigenen Raum. Es ist in Tanzania nicht erlaubt, dass Männlein und Weiblein mit Studentenstatus in einem Haus wohnen. Ich hab das nicht so ganz kapiert, denn im Guesthouse leben wir auch zusammen. Moni und ich hätten uns in der neuen Unterkunft ein Schlafraum teilen müssen. Na toll. Ich bin es weder gewohnt zu viert unter einem Dach zu leben als auch mein Zimmer zu teilen. Moni hatte sich schon damit abgefunden und meinte, sie würde es aushalten. Sehr optimistisch, nicht wahr? Ich glaube, keiner der mich kennt würde das auf Dauer wollen, denn zwischendurch muss ich mich zurückziehen können, sonst werde ich anstrengend. Was meint ihr, hat sich Kaddy das gefallen lassen? Nein! Ich sprach mit Sakina, und wir können nun erst mal im Guesthouse bleiben.
So nun zu erfreulicheren Dingen. Ich habe heute lustige Affen gesehen.  Heute Abend schauen wir uns den Sonnenuntergang auf einen Berg an. Ich freue mich schon.

Wir erhalten hier viel Hilfe von Sakina, der Assistentin der Chefin vom International Office und von Octavian, ein Student, der bald nach Vechta geht. Wenn wir die nicht hätten, wären wir komplett aufgeschmissen. Octavian hat uns auch gestern durch die Stadt geführt und uns mit einigen Dingen weitergeholfen. Schön ist auch, dass wir Andere aus Vechta um uns herum haben. Die geben uns viele hilfreiche Tipps. Ich bin dafür sehr dankbar!

Ps: Habe schon Bilder verkleinert, damit ich sie hochladen kann. Es stellte sich jedoch heraus, dass ich besser die allerkleinste Größe wähle, damit es nicht Ewig dauert. Das wird morgen gemacht.

Mittwoch, 29. September 2010

Erfolgreiches Scheitern

Heute sind wir wieder einige Stunden unterwegs gewesen.  Erneut versuchten wir uns heute Morgen bei der Uni einzuschreiben. Der erste (gestern) und zweite Versuch waren erfolglos. Zuerst war keiner anwesend und beim zweiten Mal ist der Strom ausgefallen. Pole pole, sagen die hier immer. Beim dritten Versuch war wieder Irgendwas und nun haben wir morgen einen Termin um 14:30h. Versuche, herauszufinden wo mein Gepäck ist, scheiterten auch. Aber ich konnte mir schon Kleidung kaufen. Ich habe zwei neue Kleider und einen neuen Rock. Eins der Kleider wurde extra für mich genäht. Die Näherin sagte zu mir, ich kann immer wieder zu ihr kommen und sie würde mich lieben. Für das selbstgenähte Kleid bezahlte ich etwa sieben Euro. Kann man nicht meckern, oder?
Die T-Shirts und die Unterwäsche, die es in der Stadt zu kaufen gab, waren nicht sonderlich verlockend. Kosmetika besorgte ich mir in einem supermarktähnlichen Laden. Ich habe sogar Produkte gefunden, die es in Deutschland zu kaufen gibt (teuer versteht sich). Schuhe konnte ich auch bekommen, handgearbeitete Flip-Flops aus Leder gefertigt. Sie sind wirklich sehr ansehnlich. Es war insgesamt günstig, jedoch hatte ich den Eindruck, dass die Leute von mir mehr Geld haben wollten als üblich, auf Grund meiner Hautfarbe.

Über das fehlende Gepäck ärgere ich mich schon ziemlich, doch ist mir bewusst, dass ich trotz der fehlenden Klamotten immer noch viel mehr besitze als die meisten der Studenten. Außerdem können wir hier leben wie die Könige im Vergleich zu dem Rest der Bevölkerung. Innerlich habe ich mich schon von meinem Kram verabschiedet.

Als Fortbewegungsmittel benutzen wir ‚Dala-Dalas‘ (Busse). Nicht zu verwechseln mit den ‚Piki-Pikis‘, welches die Bezeichnung für Motorräder jeglicher Art ist. Die werden mit mehreren Personen genutzt. Dala-Dalas sind zu vergleichen mit VW-Bullis. Hier versuchen die, so viele Menschen wie möglich in so ein Ding zu quetschen. Man darf echt nicht zimperlich sein. Leute, die Körperkontakt lieber meiden oder klaustrophobisch veranlagt sind, sollten lieber Taxi fahren. In Deutschland würden diese Wagen schneller aus dem Verkehr gezogen werden, als man ‚Dala-Dala‘ überhaupt aussprechen kann. Der Rückspiegel hängt irgendwie auf halb acht und es ist alles sehr heruntergekommen.  Es ist sehr abenteuerlich solch ein öffentliches Verkehrsmittel zu nutzen. Man hat den Eindruck, es würden gar keine Verkehrsregeln herrschen. Jedoch wurde mir gesagt, dass öfter Dala-Dalas angehalten werden, um zu gucken, ob sie nicht zu voll seien.

Hier ist vieles Erlaubt, was in Deutschland mehrere Straftatbestände erfüllen würde. Zum Beispiel verbrennen die Leute einfach ihren Müll am Straßenrand. Brandstiftung, Luftverunreinigung, unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen (§§ 306, 325, 326 StGB) etc.

Bald versuche ich, ein Paar Bilder hochzuladen. Melde mich morgen wieder. Kwa heri!

Dienstag, 28. September 2010

Erster Tag

Alsooo,

es geht mir eigentlich ganz gut. Das Essen hier ist echt sehr lecker. Haben schon zwei mal hier gegessen und es ist echt ok. Vor allem billig. Ich hab 60ct für ein Essen bezahlt gestern und wir drei sind davon satt geworden.

Ja und heute sind wir zum Flughafen gefahren. Jakobs Gepäck war da, meins leider nicht. Ich hab also nichts hier. Keine Wechselkleidung, kein Duschzeug- EINFACH NIX! Ich bin so aufgeschmissen. Glücklicherweise konnte ich mir ein paar Sachen von Moni leihen. Ich habe von der Fluggesellschaft auch 25€ bekommen, um mir die ersten Sachen kaufen zu können. Nagut, echt nett aber das einzige was ich im Moment im Überfluss habe ist Geld. Gleich fahren wir in die Stadt und dann kaufe ich mir ein bisschen Kram. Ich habe einen haufen Scheine und einfach keine Gelegenheit was auszugeben. Ich hoffe wirklich sehr, dass ich mein Gepäck bald wiederbekomme. Es sind wirklich wichtige Sachen drin. Zum Glück habe ich meinen Sonnenschutz für die Haare nicht veloren, könnte ich mir jetzt zur Beruhigung sagen.

Vorhin waren wir wieder Essen und ich hatte Pilau und Fleisch. Jakob hatte das Gleiche nur statt Fleisch etwas Fisch. Der ist zwar lecker aber man kann ihn nur mit der Hand essen. Hier gibts keine Messer und Gabeln, nur Löffel (wenn wir in der Cafeteria gehen und uns nicht von unserem Personal bekochen lassen).  Jakobs Fisch (der nur aus einem trockenen Kopf bestand) war also nicht geniesbar.
Wir bevorzugen es, einfach bei den anderen Studenten zu essen. Hier für uns alleine finden wir nicht so toll und zu übertrieben. Würde auch teurer sein.

So ich lass bald wieder von mir hören. Kwa heri

Montag, 27. September 2010

Ankunft

Hey Leute!
Zunächst einmal: Ich wurde echt schön Verabschiedet. Danke an Jeden der da war und danke für jedes Geschenk! Mama sei nicht traurig, ich bin hier gut aufgehoben.
Danke Celine auch für den schönen Spruch- ich hatte ihn schon fast vergessen.
„Wie ist der Himmel doch so weit-
und wie nahe kann er liegen,
wenn über unsere Blödigkeit
der Glaube und die Liebe siegen.“

Ich wollte euch alle darüber informieren, dass ich gut angekommen bin. Der Flug war echt sehr spannend. Ich war schon in Hamburg ziemlich aufgeregt. Klappt auch alles? Bin ich nicht zu spät? Komm ich durch die Sicherheitskontrolle? Ist mein Gepäck nicht zu schwer? Oh man, ich hab echt Herzklopfen gehabt. Der Flug von Hamburg nach Amsterdam verging wie im Flug- höhö :D Ich habe mich sehr nett mit meiner Nachbarin unterhalten. Sie meinte, Sie wär auch schon mal in Tansania gewesen und es sei wunderschön dort. Freundlicherweise hat sie mir im Shipol Airport mein Gate gezeigt. Ich hätte mich auch wirklich nicht zurechtgefunden, dieser Flughafen ist unfassbar groß.
Im Amsterdam traf ich Moni und Jakob, die beiden, die auch mit mir hier studieren werden. Habe mich gefreut, endlich nicht mehr alleine unterwegs zu sein. Im Gegensatz zu mir waren die echt entspannt. Zusammen stiegen wir in den Anschlussflug. In der Boeing 777 nach Kenia fühlte ich mich recht wohl, nur hatte ich erst Stress mit meiner Sitznachbarin. Ich hatte sie zwei Mal aus Versehen getreten. Sie sprach mit starken afrikanischen Dialekt und es fiel schwer sie zu verstehen. Jedenfalls herrschte erst mal schlechte Stimmung in meiner Reihe, während Moni und Jakob hinter mir diese Probleme nicht hatten. Geschickter Weise habe ich mich mit meiner Nachbarin noch angefreundet, indem ich ihr gezeigt habe, wie man den Tisch herunterklappt. Sie erzählte mir, dass sie aus Botswana kommt und später hat sie einen neuen Feind gefunden: Der arme Mann, der vor ihr saß. Ihrer Meinung nach hatte der seinen Sitz zu weit nach hinten geschoben. Er konnte sie auch schwer verstehen, woraufhin sie ihn angeschrie, dass er Englisch lernen sollte :D So eine möchte man nicht als Feind haben.

In Kenia sind wir in ein kleines Propellerflugzeug gestiegen, das uns nach Mwanza brachte- jedoch unser Gepäck nicht. Jakobs und mein Gepäck befindet sich irgendwo- nur nicht in Mwanza. Das können wir hoffentlich morgen abholen. Moni hatte Glück und sie kann bereits auspacken.
Die ersten Eindrücke: Es ist wirklich wie man sich das vorstellt, der Verkehr ist furchtbar, es laufen Menschen mit großen Eimern auf dem Kopf herum und Tiere leben hier einfach mitten in der Stadt (Kühe, Ziegen etc.). Die Uni werde ich gleich erforschen.  Unsere Zimmer sind sehr komfortabel, wir verfügen jeder über ein eigenes Zimmer und wir haben große Betten und eigene Bäder. Housekeeper sind vorhanden. Die sind echt lieb und haben uns schon Essen gekocht. Es gab Pfannkuchen, Ei und Marmelade etc. Ein halber von den fettigen Pfannkuchen hat zum Sattwerden gereicht.
Mwanza ist eine schöne Stadt, sie liegt direkt am Viktoriasee. Die Felsen ragen aus dem Gewässer heraus und es ist sehr Bergig. Schöne Bäume und Palmen schmücken das Bild. Die Menschen sind hier sehr locker drauf. Es herrscht die Stimmung: „Pole Pole“, was besagt, dass man langsam machen und relaxen soll.

Duschen konnte ich schon und wie erwartet, war das nicht so einfach. Ich drehte das warme Wasser an und wartete… und wartete… es folgte natürlich kein warmes Wasser. Ich werde mir das nochmal erklären lassen, denn es hieß, warmes Duschen sei möglich.
So ich werde mich mal hier umschauen. Bis bald!

Samstag, 25. September 2010

Kurz vor Flug... Panik oder Vorfreude?

Habe mich entschieden, vorm Abflug doch noch was zu schreiben ;)

Die letzten Tage waren geprägt von Verabschiedungen, die mir sehr schwer gefallen sind. Komischerweise ist keine Träne gerollt, keine einzige! Wo sind meine Tränen geblieben?? Es handelte sich nur um innere Trarigkeit. Diese fühlte ich, obwohl die Zeit, die ich weg sein werde, gar nicht so lang ist. Viele liebe Wünsche und Geschenke bekam ich. Da wurde mir richtig warm ums Herz. Ein Kreativ erstelltes Bild besagte: "Viel Glück und alles Gute auf dem weiteren Weg. Nur, wer den Standpunkt wechselt, kann den Horizont erweitern." Wie recht dieser Spruch hat!

Viele fragen mich: Warum Afrika? Ich würde sagen, ich möchte was ganz anderes sehen von der Welt. Mich interessiert die wundervolle Landschaft und die Tierwelt. Besonders Tansania hat wunderschöne Orte. Ich bin auch sehr auf die Menschen gespannt. In mir hegte ich schon lange den Wunsch, diesen Kontinent zu bereisen. Eine Zeit lang habe ich auch über Südamerika nachgedacht, aber das habe ich aus verschiedenen Gründen sein gelassen...

Die letzten Tage verbrachte ich damit, Sachen zu Packen. Ich habe nochmal beim Reisebüro angefufen, um sicherzugehen, ob ich wirklich nur 20kg mitnehmen kann. Leider hat sich die Befürchtung bewahrheitet. Es war gar nicht einfach zu selektieren, was ich hier lassen soll. Gut, dass meine Mutter da war. Mit ihrem vernünftigen Menschenverstand entschied sie, was man NICHT in Afrika braucht. Besonders kritisch gestalteten sich die Entscheidungen über diverse Kosmetikartikel.

Ich zählte also auf, was ich alles einpackte:
"Bodylotion, Kosmetiktücher, Sonnenschutz, Sonnenschutz für die Haare..." Meine Mutter unterbrach mich: "Wozu brauchst Du sonnenschutz für die Haare?!" Ich daraufhin: "Als Farbschutz." "Unsinn, das lässt Du hier!"-"Ok dann aber meine Express-Haarkur" - "Nein, das brauchst Du nicht. Du musst dich nicht als verwöhnte Europäerin aufspielen" Ich kämpfte verzweifelt weiter: "Schau mal, da ist nicht mehr viel drin, das ist ganz leicht. Ich verwende es für die ersten Tage. Du weißt, das ist so wie ein Entzug, ich muss mich langsam abgewöhnen." Daraufhin folgte einsicht: "Nagut, ok". Wir wogen den Koffer und stellten fest, dass er 2kg zu schwer war. Meine Mutter wusste die Lösung: "Ok, deine schminktasche kommt ins Handgepäckt." Ich überprüfte kurz, ob keine Flüssigkeiten in dem Täschchen waren und dachte heimlich 'cool, dann kann ich die ja unterwegs benutzen'. Auch andere Kleinigkeiten wanderten in meine kleine Tasche. Dies schreibe ich, damit ihr nicht denkt, dass ich Schminke mit dem Gewicht von 2kg benötige.

Nun ist alles fertig und gepackt. Ich habe darüberhinaus auch folgendes mitgenommen:

Erwartungen und Hoffnungen: Es wird bestimmt wunderschön und ich werde hoffentlich viele interessante Menschen und Orte sehen. Das Semester könnte anstrengend werden.

Hier gelassen wird morgen am Hamburger Flughafen: Sorgen, Ängste, Kopfzerbrechen, Trauer oder ähnliches.

An meine Lieben (Freunde und Familie): Ich werde euch sehr vermissen! Wenn ich angekommen bin, lass ich von mir hören!

Freitag, 3. September 2010

Vorbereitungen

Hallo ihr Lieben,

nur noch 23 Tage... oh die Zeit vergeht so schnell! Zu schnell- denn ich habe noch so viel zu tun, möchte noch so viel machen bevor ich gehe und vor allem noch viele Menschen vor meiner Abreise treffen. Es ist schon ne verdammt lange Zeit, die ich weg bin. Doch sie wird sicherlich wie im Flug vergehen, so wie jetzt auch. Ob ich mich schon freue? Die Vorfreude ist noch nicht wirklich vorhanden, denn in meinem Kopf schwirren noch so viele andere Dinge, die mich davon abhalten, mich wirklich auf meine Reise zu freuen.

In den Letzten Tagen war ich damit beschäftigt, meine Sachen wieder bei meiner Mutter in Cuxhaven unterzubringen, da Debbie und ich unsere Wohnung aufgegeben haben. Die WG-Auflösung war mit Abschiedsschmerz verbunden. Wir hatten schon eine tolle Zeit zusammen!

Ich bin sehr dankbar, dass ich eins von Mamas Zimmern beziehen konnte, ansonsten hätte ich nicht gewusst wohin mit meinem ganzen Kram. Untervermieten konnte ich mein Zimmer ja auch nicht.
Voll stressig, das Zeug alles hier einzuräumen.

Immer wenn man was schaffen will, kommt Irgendwas, was einem die Situation zusätzlich erschwert. Das ist ganzschön frustrierend... Na ja, alles Schritt für Schritt.

Ich werde in den Nächsten Tagen meine To-Do-List weiter abarbeiten und mich wieder melden, wenn ich in Afrika bin :)