Kaddy in Tanzania vom 26.9.2010 bis 11.3.2011

Freitag, 25. Februar 2011

Rundreise...

Also... um alles noch mal zusammenzufassen, wo wir waren...
Uns wurde von der Uni ein schöner Toyota Land Cruiser mit einem Fahrer und einem Guide gestellt... von Mwanza aus sind wir zum Serengeti National Park gefahren. Dort schliefen wir zwei Nächte im Zelt. daraufhin fuhren wir zu einem Ort nähe des Ngorongoro Nationalparks und wohnten in einem Hostel von Nonnen betrieben. Wir schliefen 3 Nächte in deren sehr schönen, gemütlichen Zimmern. Von dort aus fuhr uns der Fahrer zum Lake Manyara und am nächsten Tag zum Lake Natron. Am volgenden Tag fuhr er uns nach Moshi. Dort schliefen wir in einem sehr heruntergekommenen Hostel. Es war schlimm, als wir einen Stromausfall hatten. Der Generator, den wir glücklicherweise hatten, befand sich direkt vor unserem Fenster, weswegen es ziemlich laut war. Und es war ziemlich stickig in unserem Zimmer. Wir ließen deswegen zwischendurch gerne die Tür offen.. Das war wiederum nicht so gut, weil eine kleine Katze die Gust der Stunde nutzte, um in unser Zimmer zu schleichen, um bei uns herumzuschnüffeln. Wir haben vergebens versucht, sie rauszuscheuchen, weil Monica eine Katzenallergie hat.

von Moshi aus waren wir auf uns alleine gestellt. Der Fahrer und der Guide sind wieder zurück nach Mwanza gefahren. Wir besuchten von Moshi aus den Arusha National Park und Marangu (ein Ort an dem es schöne Wasserfälle und ein Chagga-Museum gibt, was wir uns natürlich angesehen haben). Nach vier Übernachtungen fuhren wir erstmal in die Usambara Berge.  Oh mir ist aufgefallen, dass die ja gar nicht in meine Karte eingezeichnet wurden, wahrscheinlich weil Berge mir persönlich nicht so wichtig sind, außer zum snowboarden natürlich. Usambara Berge sind übrigens -versteht sich- der Ursprung des Usambara-Feilchens. Wir haben in den Bergen eine echt schöne Mountainbike-Tour gemacht, und zwischendurch war es echt heiß und anstrengend. Die Berge hoch zu fahren war blöd aber Berg runter natürlich angenehm!! Wenn mich ein Einheimischer fahren sah, habe ich hin und wieder ein "Pole" entgegen geschmettert bekommen. Nur zur Erinnerung: Pole ist die allgemeine Mitleidsbekundung für jede Gelegenheit. Man bekommt zu jeder Gelegenheit ein "Pole" zugerufen, von wildfremden Menschen. Wenn man hungrig ist, oder müde, oder wenn man arbeitet.... Kleine Anekdote am Rande: Im Arusha National Park haben wir ja, wie gesagt, eine Wandertour gemacht. Zwischendurch sind immer wieder Träger gekommen, die für Parkbesucher, die den Mount Meru heraufklettern wollten, das Gepäck schleppten. Unsere Guides haben jedem Träger, der vorbeigekommen ist, ein "Pole" mit auf dem Weg gegeben. Darauf antwortet man übrigens mit "Asante" (Danke). Dieses Prozedere habe ich mir auch angewöhnt. Man bekommt auch ein Pole, wenn man einen Ausflug gemacht hat. Da sagt man dann "Pole qua Safari". Ich verstehe nicht ganz warum, aber wahrscheinlich, weil die Einheimischen einen Ausflug als anstrengend empfinden.
Safari ist übrigens das Swahili-Wort für Ausflug, während wir diesen Ausdruck für die Nationalpark Besuche verwenden.

Na gut, weiter im Text... Von Moshi aus sind wir ja mit dem Bus gefahren. Ich hasse Busfahrten in Tansania. Die Busse verfügen nicht über Klimaanlagen und sie sind häufig zu spät. Bei Zwischenhalten kommen immer irgendwelche Verkäufer ans Fenster, die Wasser, Früchte, Süßigkeiten oder sonst Irgendwas verkaufen wollen. Die sind sehr penetrant, was mich persönlich nervt.



Von den Usambara Bergen sind wir nach Tanga gereist, davon habe ich ja schon Fotos hochgeladen. Seit gestern sind wir in Dar es Salaam, genau an dem Ort, an dem wir Weihnachten verbracht haben. Herr Palanjo hat uns sehr herzlich willkommen geheißen.
Das war eine kurze Zusammenfassung von unserer großen Safari. Pole sana (sana=sehr) für die Kälte bei euch. Wir haben 29°...
Übermorgen geht's ab nach Sansibar. Wir haben bereits unser Ticket gekauft und werden um 9:30 mit der Fähre abfahren.

So hier ein Best-Of der Reisebilder:

Ngorongoro-Krater
Zebras und Gnus sind Freunde. Oft leben sie in Herden zusammen, weil sie sich gegenseitig helfen.

Baby-Elefant :)
Dies ist eine Aufnahme vom Lake-Manyara Nationalpark. Ich fands echt schön dort. Es war wie im Dschungel. Tansania hat mich immer wieder mit den verschiedenen Vegetationen fasziniert.



Das war unser Trip zum Lake Natron. Dies ist ein Vulkangebiet. Es war sooo schön dort. Leider haben wir uns auf dem Weg dahin verfahren. Unser Guide war noch nie dort zuvor, deswegen sind wir ungefähr zwei Stunden herumgeirrt. Immer wieder hat sich die Landschaft auf dem Weg dahin verändert. Mal war der Boden weiß, wie in der Wüste, mal rot oder schwarz, schwarz wie auf diesem Bild. Hin und wieder kam ein Massai Dorf. Als wir uns nicht mehr zu helfen wussten, haben wir einen Massai nach dem Weg gefragt (der auf dem Bild oben). Er ist mit uns mitgekommen und hat als Dankeschön etwas von unserem Proviant bekommen. Der 24-Jährige Massai heißt Issai und hat uns das ein oder andere von seinem Stamm erzählt. Ziemlich faszinierend. Ich war sehr beeindruckt von der Landschaft und den heißen Quellen. Das Wasser war Salzhaltig, weswegen es sich total weich angefühlt hat. Und die Flamingos.. Soooo schöön!!

Das ist unser Auto.. links: Richard unser Guide, rechts: Silvester, der Fahrer
Nach dem Lake Manyara-Trip haben sich die beiden leider von uns verabschiedet. Es war eine wirklich nette Zeit mit denen!!

Unsere Wandertour... Wer hatte schon mal eine Giraffe vor sich stehen?
Im Arusha Nationalpark sind wir, wie oben bereits erwähnt, gewandert. Sicherheitshalber hatten wir auch hier einen Guide. Es war allerdings eine Frau. Sie hatte sogar eine Waffe dabei, zum Schutz vor aggressiven Tieren. Neben dem weiblichen Guide, hat uns ihr Praktikant begleitet. Dem hätte ich gerne gesagt, dass man, wenn man im Tourismus-bereich arbeitet, vielleicht lernen sollte, freundlich zu sein!

Lushoto...

Also das ist die Schöne Berglandschaft. Wir liehen uns Fahrräder aus und fuhren den Berg hoch um bei einer Farm Schwarzbrot mit Käse und Quark zu essen. Es war sehr lecker, aber irgendwie etwas zu wenig. Auch wenn es anstrengend war, dort hinzufahren, es hat sich gelohnt! Auf dem Weg haben wir sogar ein Chamäleon gefunden. Das konnte man sogar auf die Hand nehmen. Als ich es jedoch vor meinem Gesicht hatte, weil ich uuumbedingt ein Foto machen wollte, auf dem es so aussah, als ob ich ihm ein Kuss geben würde, ist es mir ins Gesicht gesprungen. Das war ein ganz schöner Schock :D

So das reicht erstmal. Wenn ihr wollt, lade ich noch mehr hoch... Grüüße

Ps: Ab übermorgen bin ich auf Zanzibar!!

Donnerstag, 24. Februar 2011

Reisefotos

Also ich habe mir schon lange vorgenommen, dass ich einige Naturaufnahmen von der Umgebung in Malimbe, dem Stadtteil in Mwanza in dem ich wohnte, hochlade. Das wird nun gemacht, bevor ich die restlichen Safari Bilder präsentiere :)







Ja- genau so sah es aus in der Nähe unserer Uni. Ich habe mich sehr wohl gefühlt, auch wenn ich es nicht immer als leicht empfunden habe. Ich muss auf jeeeden Fall zurück kommen, aber nicht wieder für ein halbes Jahr...
Übrigens habe ich in dem vorletzten Blogeintrag geschrieben, dass Tansania das dritt-ärmste Land der Welt ist. Warum hat eigentlich keiner, meine unüberlegte, nicht anhand empirischer Forschungsmethoden verifizierte Aussage angezweifelt*? Um fundierte Information preiszugeben: Tansania befindet sich auf dem UN-Entwicklungsbericht auf Platz 148 von 169 (November 2010 genauer: http://www.undp.org/publications/hdr2010/en/HDR_2010_EN_Summary.pdf)

Zu meinem allgemeinen befinden: Ich bin gerade in Tanga, in einem sehr heruntergekommenen Hotel. Der Ort ist jedoch wunderschön und ich habe einen wundervollen Tag am Strand verbracht. Leider habe ich meine Sonnencreme vergessen und bin deswegen rot geworden. Tanga hat übrigens deutsche Einflüsse. vor ca 100 Jahren, hat sich Deutschland als Kolonialmacht versucht. Viele Gebäude hier wurden von unseren Vorfahren erbaut. Eckernförde in Schleswig-Holstein ist die Schwesternstadt von Tanga, weswegen es hier auch eine Eckernförde-Avenue und eine Eckernförde Secondary-School gibt.

Hier ein Paar Tanga-Impressionen (oops, das klingt jetzt irgendwie komisch...)

Am Strand chillen macht glücklich!

Jachtclub..


auf dem Dach unseres Hotels

Dieser Clocktower wurde von Deutschen erbaut

ich mit Sonnenbrand


Allerliebste Grüße von mir an alle Menschen, die in meinem Herzen wohnen :) nur noch 15 mal schlafen, dann bin ich bei euch!!

Ich hoffe, euch gefällt der Blogeintrag, ich habe sowohl neue als auch alte Fotos hochgeladen...

Morgen geht's übrigens nach Dar es Salaam. Um halb 10 oder 10 soll unser Bus fahren. Das glaube ich persönlich nicht, denn meine Erfahrung lehrte mich, dass man mindestens eine halbe Stunde drauf rechnen muss, bei tansanischen Zeitangaben. Auf unsere Fahrräder, die wir vor-vorgestern geliehen hatten, warteten wir ganze zweieinhalb Stunden!! Um zehn Uhr sollte es losgehen und um halb 1 sind wir dann tatsächlich losgeradelt. Unfassbar. Und vorgestern haben wir fast eine Stunde auf den Bus gewartet. Leider konnten wir keinen anderen nehmen, weil die Tickets schon gekauft waren. So wird es uns morgen vermutlich auch gehen. Also merke: es gibt einen unterschied zwischen tansanischer Zeit und deutscher Zeit. Wenn ich wieder zurück bin und in Deutschland leider zu spät komme, dann nur, weil ich mich dieser tansanischen Zeitrechnung angepasst habe... Pole-Pole halt ;)

(ich möchte darauf hinweisen, dass nicht alles in dem vorigem Absatz ernst gemeint war, ok??)

Bis bald... Ich versuche ein Paar Sonnenstrahlen für euch mitzubringen.

*außer Moni, Du hast meinen vollsten sozialwissenschaftlichen Respekt!

Samstag, 19. Februar 2011

Ja- Ich lebe noch!

Hallo ihr Lieben,


keine Angst- ich wurde weder von Löwen gefressen, von Elefanten überrant, von Wilderern erschossen, entführt, noch habe ich mich in der Wildnis verlaufen. Mehr als eine Woche waren wir nun auf Safari. Folgende Nationalparks haben wir uns angesehen:

  • Serengeti
  • Ngorongoro
  • Lake Manyara
  • Lake Natron
  • Arusha National Park


Es war wirklich wunderschön! Im Serengeti haben wir sogar in Zelten übernachtet. In einem Hostel wär es zwar ein wenig günstiger gewesen, da wir uns keine Zelte ausleihen hätten müssen, aber wir wollten es einfach mal erleben. Wisst ihr was sich echt komisch angefühlt hat? In der Wildnis zu übernachten, aber sich vorher mit einer elektrischen Zahnbürste die Zähne zu putzen...
In der Nacht haben wir sogar Hiänen gehört. Monica hatte sogar das vergnügen, einen Löwen brüllen gehört zu haben. Das habe ich aber leider verschlafen... Echt abendteuerlich! Wir haben sooo viele Elefanten, Zebras, Gnus und andere wilde Tiere gesehen. Ich kann es gar nicht beschreiben, wie schön es war. Ich brauch auch noch eine Weile um alles zu verarbeiten und zu verstehen, dass das alles wirklich passiert ist.

Im Moment befinden wir uns in Moshi, am Fuße des Kilimanjaro und wir fahren morgen nach Lushoto. Dort gibt es eine schöne Berglandschaft. Ich persönlich, kanne s ja kaum erwarten, bis wir wieder am Meer sind, doch bin ich mir sicher, dass ich es auch in Lushoto gut finden werde.

Leider müssen wir morgen echt früh aufstehen, deswegen werde ich gleich ins Bett gehen und habe keine Zeit,  Bilder zu verkleinern und hochzuladen. Wir sind, trotz der Tatsache, dass wir Urlaub machen, jeden Tag beschäftigt und leider konnte ich meine vieeelen Fotos nicht mal sortieren. Dennoch möchte ich euch einen Vorgeschmack geben, auf das was in meinem Blog noch folgen wird:

♥Serengeti Impressionen







unser Auto..



vile Elefantenherden...


unendliche Weite

Reemkos Freunde

So, nun wisst ihr, wies in dem einen Nationalpark ausgesehen hat :) bis bald...

Dienstag, 8. Februar 2011

Nimesahau Maneno*

Die Zeit in Mwanza ist so gut wie vorbei und ich stehe dem mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits möchte ich unbedingt auf Safari und freue mich darauf, on the other hand, finde ich es auch unglaublich traurig mich hier verabschieden zu müssen. Einigen Leuten musste ich schon Tschüss sagen, da sie verreist sind oder es keine Gelegenheit mehr gibt sich vor unserer Abreise zu treffen.
Ich fühle mich so, als wäre ich gestern erst angekommen. Es fühlt sich an wie gestern, wie ich hier hergeflogen bin und ankam ohne die Ahnung, was auf mich zukommt.






Und ich weiß noch genau, wie ich hier das erste Mal in der Mensa war und die diesen furchtbaren Reis mit Bohnen gegessen habe.






Und meine erste Daladala-Erfahrung…
Mittlerweile steige ich in solch volle Busse gar nicht mehr ein.




Und ich weiß noch, wie ich hier in der Mensa meine Freunde Kennengelernt habe.






Ein weiteres Highlight ist Ukerewe, diese kleine nicht besonders entwickelte Insel… Es war echt schön dort und ich erinner mich, wie toll ich es fand, mal wieder Fahrrad zu fahren. Es so toll und besonders witzig war das Frühstück, in bei dem mehrere Bedienstete es nicht hinbekommen haben uns Tee zu bringen. Wir haben uns kaputt gelacht. Wir fragten ob es Tee gab… Zwanzig Minuten kam sie und sagte, es gibt keine Teebeutel, nur die Blätter… Alles klar. Zwanzig Minuten später fragten wir die Bedienung, wo der Tee blieb… und es kam einfach keiner. Dann sagten wir ihr, dass wir doch schon heißes Wasser hätten und einfach nur den Tee haben wollten… 15 Minuten Später brachte sie uns Teebeutel :D Ich habe Tränen gelacht!!! Man bedenke, es waren bestimmt drei Servicekräfte und wir waren die einzigen Gäste!!

die Kinder sehen wohl ne Wazungu



Oder wie wir nach Bukoba gefahren sind und dort die schönen Orte besucht haben.. Das Frühstück dort war auch besonders albern, aber nur, weil wir so übermüdet waren. Es war auch so lustig, wie Moni und ich uns ein viel zu kleines Bett auf dem Boot teilen mussten...







Ja und Malaika Hotel Resort hier in Mwanza… Wunderschön. Hier lässt sich wunderbar schwimmen gehen und sich sonnen...



 
Ich habe neulich meinen Blog durchstöbert und meine älteren Einträge gelesen. Oh man, ich habe mich echt etwas erschrocken. Was ein differenziert formuliertes, hochgestochenes Deutsch ich doch vermochte zu schreiben!! Und was ist jetzt? Ich weiß manchmal nicht wie ich mich in meiner eigenen Muttersprache ausdrücken soll. Oft erwische ich micht, wie ich in einem Mix aus Endlisch und Swahili denke. Zum Beispiel: "Where do I keep my Chunwi?" oder "Should I eat chipyi kuku again?" Ich versteh das einfach nicht, die Zeit hier war doch gar nicht so lang...

Zumindest lang genug, um Menschen zu treffen, die mir ans Herz gewachsen sind.  Ich kenn das ja- Bin schon oft umgezogen und überall wo man ist, lässt man ein Stück Herz. Ich kann nirgendwo sein und keine Freunde finden. Ich hätte genauso gut denken können, es lohnt sich nicht, sich hier mit wem anzufreunden, denn ich geh ja eh bald wieder. Doch ich empfinde es als eine Bereicherung, mich mit Menschen verschiedener Kulturen auszutauschen und bin froh, mit Menschen, die ich mag Zeit zu verbringen.

Als ich meine älteren Blogeinträge las, ist mir auch aufgefallen, was ich anfangs so komisch fand, mit der Pole-Pole Philosophie (vielleicht erinnert ihr euch), der Gemütlichkeit und Sorglosigkeit der Menschen. Ich muss sagen, dass ich mir das auch etwas angewöhnt habe :D

Ich habe ja angefangen aufzulisten, was ich mir in Deutschland abgewöhnen muss.
Dies war meine Art zu zeigen, wie diese Kultur mich und mein Verhalten beeinflusst hat. Mir fallen immer wieder neue Dinge ein. Zum Beispiel habe ich mir hier angewöhnt, die öffentlichen Toiletten nicht abzuschließen, wenn ich darauf gehe, denn es kann passieren, dass man nicht mehr rauskommt, weil die Tür klemmt. Das mit der Toilette ist hier eh so eine sache… Ein Mal wollte ich im TJ’s auf Toilette und da stand ne Frau vorm Waschbecken und telefonierte. Aber anstatt, dass sie raus ging oder mcih warten ließ, forderte sie mich auf, einfach zu pinkeln, während sie noch drin war. Na ja- warum nicht dachte ich :D Und als ich letztens mit Moni dort auf Toilette war, ist auch einfach eine rein gekommen und hat da gewartet. In Deutschland undenkbar…

Ich bin so glücklich, dass ich die Chance hatte hier her zu kommen. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung und ich denke, jeder der die Gelegenheit hat, sollte sich dieses Land mal ansehen.  


*Ich vergaß die Wörter

Donnerstag, 3. Februar 2011

Stone Club...


Starring: 
(from left to right)
Dustin, Jakob, Monica, Kaddy, Abdul
First we went to Sizzlers to have something else to eat than rice and beens (wali na maharage). We had chicken and chips (chipsi kuku).
At new Mwanza Hotel we started our evening with some beer and konyagi.

I really tried to improve my dancing skills, but I think they got even worse. But I had lots of fun and I think my friends, too.
It was quite strange, because in Stone Club the guys are not annoying at all. There was no one coming to talk to us or disturbing us... So this club is much better than Villa Park, the one we went to the other time.

Songs played on Saturday:

  • Jay Z - forever young
  • Bruno Mars - Billionaire
  • Black Eyed Peas - Time of my Life


Moni: "Kaddy kennst du den?" -
 "Nö aber ich mag sein Cap"
And some Swahili-Songs:
zum anhören bitte klicken...


Quotations:
"Oh I'm very drunk!!" (Abdul)
"You don't know how to dance" (Dustin)
"We need some more Konyagi" (Everybody)
"I convinced them with money" (unknown)
And I remember, there was this friend of Monica, giving us Whisky mixed with Sprite... We took it thankfully and tasted it. We said to each other "Voll wiederlich" and after he asked "how is it?" We said: "It's sooo nice!" Later I gave my drink to Dustin.

Und mir ist eingefallen, was ich mir noch abgewöhnen muss:
  • Essen, was nicht essbar ist, z.B. Ein Stück Fleisch, welches die Konstistenz eines Kaugummis hat, einfach ausspucken und auf den Tisch legen
  • Steine die im Reis gefunden wurden, einfach in die gegend spucken
  • Weitere Swahilizismen: 
    • Chumvi (Sagen wir immer statt Salz)
      • Nur so nebenbei: Man muss hier alles nachsalzen!!!
    • Wazungu (Weiße Leute)
Ich habe natürlich darüber nachgedacht, wie es ankommt, wenn ich über vermeindlich nicht vorhandene Benimmregeln hier schreibe. Denkt ihr, dass sowas den Einheimischen hier egal ist? Oder, dass sie primitiv sind? Oder, dass wir "Wazungu" vielleicht so ignorant sind, und uns so verhalten, wie wir wollen. Ich sag euch mal, was ich darüber denke: Die Menschen hier sind einfach echt, und verstecken sich nicht hinter gesellschaftlichen Zwängen. Ich denke, man sollte das hier ganz ohne Wertung nehmen, auch wenns vielleicht nicht leich ist. Hier wird auch alles gesagt, worauf man Lust hat, ganz ehrlich und frei raus. Ich erinner mich an eine Unterhaltung mit einem Freund:

Er: "Do you see, that you become fat here in Tanzania?"
I: "Of course I see..."
Er: "And why do you become fat?"
I: "I think it is because of the food..."
Er: "Do you eat so much?" 
I: "No, I don't. I think, it is because the food here is so fatty"
Er: "Ahhh, and how do you see, that you become fat?"
I: "I see myself in the mirror..."
Er: "Ahhh in the mirror..."



Damit waren seine Fragen beantwortet. Er fand es ganz normal mich darauf anzusprechen und ich fand es auch nicht unhöflich, da die Menschen hier mehr Gewicht nicht als negativ betrachten...



Was ich umbedingt beibehalten möchte:
  • Gastfreundlichkeit, welche man glaub ich nirgendswo in Deutschland finden wird wie hier
  • Gelassenheit im Sinne von sich nicht über alles aufregen
  • Freundlich sein zu Leuten, die man nicht kennt
  • Geduldig sein

Wie man wahrscheinlich auf den Bildern erkennen kann, hatten wir Spaß. Dies schaffte einen guten Ausgleich zum ernsten Alltag hier. Es passieren hier oft Dinge, mit denen man in Deutschland nicht konfrontiert wird. Stellt euch folgende Situation vor: Während einer Klausur in Education, hatte ein Mädchen Schmerzen und bekam keine Luft mehr. Sie winkte um Hilfe, doch jeder war sehr vertief in seine Klausur und sie wurde erst nicht bemerkt. Als der Notarztwagen kam, und sie zum Krankenhaus fuhr, war sie schon tod. Sie starb an hohem Blutdruck und falscher medikamentöser Behandlung. Sie hinterließ ein nicht mal ein Monate altes Baby...

Dies geschah am Montag, als wir unsere letzte Klausur schrieben, nur ein Vorlesungsraum weiter. 

Was mich auch immer sehr belastet, ist die Armut der Menschen auf der Straße zu sehen. Der unterschied zwischen arm und reich ist imens. 
Die Studenten habens auch echt nicht leicht hier. Die Klausuren sind gerade alle geschrieben und schon geht es ohne Pause ins nächste Semester. Einer sagte zu mir: "They make us study like slaves". Sie trauen sich nicht, sich zu wehren, weil sie Angst haben, von der Universität suspensiert zu werden. Ich lerne, alles schätzen, was wir in Deutschland haben.


Ja - so kann man einen Blogeintrag mit fröhlichen und ernsten Inhalt fühllen... Genau so fühle ich mich hier, zwischen Euphorie und Ernsthaftigkeit bzw. Betroffenheit. Ich habe gelernt, dass man wirklich keine sechs verschiedenen Shampoos braucht und es völlig egal ist, wieviele Nagellacks man bzw FRAU besitzt. Aber ich denke, die Studenten hier, haben genau die gleichen Wünsche / Bedürfnisse wie wir in Deutschland. Sie mögen genau wie wir, Spaß haben, tanzen (nagut das vielleicht mehr als wir im kalten Deutschland), bei Facebook Inhalte austuschen etc. Der Unterschied ist einfach, dass die Studenten hier im dritt-ärmsten Land der Welt leben und es schwieriger haben als wir. 

Und eins kann ich hier jeden Tag sehen: Reichtum ist kein Garant für Glück!!

So das war's... To be continued...