Kaddy in Tanzania vom 26.9.2010 bis 11.3.2011

Freitag, 31. Dezember 2010

Forever Young...

So the last year is nerarly over. I had a lot of impressions and a lot of experiences last year. I had a lot of hard times, but also really good and enjoyable times. I do not regret anything and I'm happy that everything happened like it happened. Because everything made me learn...

I'm still young and I am so happy to have my life with all my friends and my family. I'm happy to live now and I wish I could keep on living this way, traveling and seeing myself coming home soon (only two month and 11 days!!). In this time abroad I realized how important home is... But I will never forget Tanzania and I think I will come back, because I felt in love... with this country :D

Let me show you a few new pics. This is for all Germans feeling cold. I hope my worm regards are reaching you...
us in a taxi
Can you find me?

Conversations...
Jacob..
Trip to Bongoyo Island. Looking back to the Coast of Dar
Paradies...


So I wish you a happy new year...
or:
Einen Guten Rutsch und ein frohes Neues Jahr!


Yours
 Kaddy

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Traveling

Also, nun bin ich in Dar es Salaam angekommen. Am Samstagmorgen sollte ich eigentlich um halb fünf Uhr (!!!) aufstehen, um halb 6 am Busbahnhof zu sein. Leider habe ich verschlafen. Um zehn vor 5 wurde ich dann von Monica geweckt, da sie feststellte, dass bei mir noch kein Licht an war. In Windeseile habe ich geduscht und um zehn nach 5 saßen wir allesamt im Taxi. Ich habe sehr gehofft, dass der Bus gemütlich, beziehungsweise bequem ist. War leider nicht der Fall. Die Sitze konnte man nicht mal zurückstellen. Es war auch ziemlich eng. Neben Monica war es aber zum Glück gemütlich, sie ist ja nicht dick. Dann fragte ich Monica als wie uns niedergelassen haben „wir fahren acht Stunden, richtig?“ – „Nein Kaddy, wir fahren 12.“ –„Oh, ich dachte 8“ Große Enttäuschung. Die Fahrt ging los. Moni und ich haben sogar eine AST eingeworfen. Eine von uns sogenannte „Anti-Scheiß-Tablette“ (Perenterol) sollte uns davor bewahren, auf Toilette gehen zu müssen. Es ist allgemein bekannt, dass es keine vernünftigen Toiletten auf der Strecke von Mwanza nach Dar gibt. Es wird einfach in den Busch gepinkelt. Die Fahrt war lang und unbequem. Ich fragte mich oftmals, warum wir eingentlich nicht geflogen sind. Immer wenn ich halbwegs eingeschlafen war, kam einer dieser „Speedbumps“ und schleuderte die Fahrgäste in die Luft. Diese Straßenhubbel nervten ziemlich. Der Sitz war auch total eng und man hatte keine Beinfreiheit. Aus den erwarteten 12 Std wurden 16 und zwischendurch hatten wir immer wieder hektische Pausen von ca. 5 Minuten um die natürliche Toilette zu benutzen. Ein Hoch auf die AST- sie hat gewirkt! Eine längere Pause hatten wir. In Dodoma, der offiziellen Hauptstadt Tansanias hatten wir 15 Minuten um was zu essen. Ich kaufte die ekelhaftesten Sambusa, die ich jemals gegessen hatte. Von Stück konnte ich nur einen essen… Na ja insgesamt war das die ungemütlichste Reise meines Lebens. Am Anfang war es noch ganz gut, ich sah aus dem Fenster und genoss die Landschaft.

Weite...


 Aber nach etwa 4 Stunden hatte ich mich auch sattgesehen, auch wenn die Landschaft echt vielseitig ist in diesem Land. Diese unendliche Weite und Menschenverlassenheit ist schön. Hin und wieder kamen kleine Dörfer und man konnte es sich vorstellen, wie es ist, mitten im Nirgendwo zu Leben. Wie machen die Menschen das eigentlich? In diesen Dörfern, oder besser: Ansammlung von 2-10 Häusern, gab es keine Geschäfte oder Wasserstellen. Die Menschen leben abseits jeglicher Zivilisation in Lehmhütten. Bergige Landschaft, Flusslandschaft, Wüste… alles war dabei. Wirklich schön.

kleines "Dorf"


Nagut, nun zum Leben in Dar es Salaam. Diese Stadt hat viele Möglichkeiten. Endlich konnte ich mal in Einkaufzentren gehen, die mit europäischem Standard vergleichbar sind. Zum Glück muss man in denen nicht handeln, denn angenehmerweise gibt es in Einkaufszentren feste Preise.
Hier gibt es sehr gute Orte, an denen man gut Souvenirs kaufen kann. Ich habe schöne Sachen gefunden, unter Anderem auch Ölbilder. Mit den Künstlern konnte man gut handeln. Wenn ich besonders freundlich war, sind sie mit dem Preis deutlich herunter gegangen. Ich habe mich zum Beispiel mit so einem Rastamann angefreundet, der mein Haar mochte. Er dachte erst, dass ich Italienerin bin, weil ich inzwischen echt dunkle Haut bekommen habe.
Die Strände hier sind so schön. Man muss aber aufpassen, dass man sich nicht verbrennt, denn die Sonne ist echt aggressiv.
Achja, wie war eigentlich Weihnachten? Ich hatte keinerlei Weihnachtstimmung, denn es ist dafür auch wirklich zu warm. Bei über dreißig Grad und Sommerfeeling erscheint einem alles was Weihnachten ausmacht unglaublich fern. Wenn man dann auch noch ohne Familie unterwegs ist… Schon sehr komisch. Wir leben hier ja bei der Familie Palanjo, Bekannte von Moni. Jakob, Moni und ich haben es hier sehr gut. Ich finde es so freundlich, dass sie uns hier wohnen lassen, besonders über Weihnachten. Ein Freund der Familie Palanjo, Frank, hat uns alle zu Heilig Abend bei sich eingeladen. Er uns seine Tansanische Frau bereiteten ein Herrliches BBQ vor. Frank besitzt ein wunderschönes Strandhaus und während wir den Wellen lauschten, wurde gegessen, in verschiedenen Sprachen gesprochen und natürlich auch getrunken. Frank liebte es, uns seine selbstgemachten Schnäpse probieren zu lassen. Ananas-Mango eingelegt in verschiedenen Alkohol etc. Das war nicht schlecht und man musste aufpassen, nicht betrunken zu werden. Im Laufe des Abends rief ich meine Eltern an um frohe Weihnachten zu wünschen. Das war natürlich schön. Als Familie Palanjo müde wurde, fuhren wir zurück. Jakob war dann in Partylaune und wir der kehrten noch in eine Bar ein. Dort endete unser Heilig Abend. Am nächsten Morgen gingen wir sehr müde in den Weihnachtsgottesdienst, denn hier in Tansania ist der erste Weihnachtsfeiertag der wichtigste Tag. Ich hätte mir eigentlich sparen können dort hinzugehen, denn ich habe kaum was verstanden. War ja in Swahili. Aber ich habe mich gefreut, als echte deutsche Weihnachtslieder, wie zum Beispiel „vom Himmel hoch da komm‘ ich her“ oder „Oh du fröhliche“ in Swahili gesungen wurden. Mit Hilfe des Gesangbuches konnte ich sogar mitsingen.

war zwar nicht das Weihnachtsessen, aber so sieht es aus, wenn wir zusammen Dinner haben.


Am Nachmittag gab es Bescherung. Moni, Jakob und ich tauschten unsere Geschenke aus. Die Familie hat uns sogar auch was geschenkt!! Moni und ich bekamen jeder ein Strandtuch und Jakob ein T-Shirt mit der aufschrift „I survived the Daladala in Tanzania“ Das ist echt so lieb von denen gewesen. Es gab sogar eine leckere Weihnachtsente mit  Gemüse, Reis und Kartoffeln. Ein echter Hit.
So was machen wir Sylvester? Wahrscheinlich einfach hier in Dar es Salaam in einer Strandbar feiern. Ich muss mir noch überlegen was ich anziehe… Mal schauen. Ich melde mich im Nächsten Jahr wieder. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch!!

Comming up soon: Strandbilder aus Dar es Salaam und Erzählungen von unserem heutigen Trip nach Bongoyo Island

Sonntag, 19. Dezember 2010

Bado nipo nipo kwanza

Hallo,
Lange musstet ihr auf meinen nächsten unterhaltsamen Blogeintrag warten. Es ist irgendwie nicht viel Besonderes passiert. Der Alltag holt mich ein. Ein normaler Tag beginnt bei mir meistens um 7h morgens. Bei euch in Deutschland ist es dann 5h. Nach dem Aufstehen wird erst mal geguckt ob Strom vorhanden ist. Wir hatten schon lange keine Stromausfälle mehr. Wenn, dann gab es nur einen Ausfall von wenigen Minuten. Ich stehe also auf und check meinen Mehrfachstecker ob er blinkt. Wenn ja, stehen die Chancen nicht schlecht für Kaffee. Es folgt der nächste check: Gibt es Wasser? Ich drehe den Wasserhahn auf und freu mich, wenn es funktioniert. In den letzten zwei Wochen gab es immer Wasser und das macht mich immer sehr glücklich. Denn ich weiß, wie schlimm es ohne Wasser ist. Ich bin schon mal bei Joyce duschen gegangen, weil wir keins hatten. Zurück zu meinem morgendlichen Ritual. Wasserauffüllen im Wasserkocher brauche ich nicht, das mache ich schon abends, in weiser Voraussicht, dass es ja einen Wasserausfall geben könnte. Wasserkocher wird angemacht  und in der Zeit in der das Wasser heiß wird, gehe ich duschen. Ich dusche immer gerne warm morgens, nachmittags allerdings auch manchmal kalt, wenn es sehr heiß ist. Warme duschen gibt es nur, wenn Strom vorhanden ist. Nach dem Duschen wird Kaffee fertiggemacht und solange er ein wenig erkaltet, damit er geniessbar wird, wird sich angezogen und Haare gebürstet. Ich schminke mich nur selten hier in Afrika. Zum Beispiel, wenn ich eine Präsentation habe, möchte ich gerne sehr schick aussehen. Es werden sogar Noten für das äußerliche Erscheinungsbild verteilt bei manchen Lehrern. Präsentationen gibt es nur in Gruppen und man möchte ja nicht die einzige in der Gruppe sein, die nicht schick ist. Zurück zum morgendlichen Fertigmachen. Ich gehe wenn alles gut läuft fünf Minuten vor Unterrichtsbeginn aus dem Haus und stolpere verschlafen zum Vorlesungsraum. Stolpern ist echt das richtige Wort für meinen Uni-Weg, denn es gibt nur ziemlich schlechte Sandwege.auf dem Campus. Hin und wieder liegt da ein Stein oder es findet sich plötzlich eine Wurzel, die als perfekte Stolperfalle dient. Am besten finde ich das Loch im Boden, das als Mülleimer fungiert. Im Dunkeln kann man da auch wirklich hineinfallen. Ich habe mir zwar schon angewöhnt auf den Boden zu gucken, aber früh morgens bin ich manchmal unkonzentriert. Man sollte hier auch einfach immer nur langsam laufen. Die Straßen erlauben es nicht, schnell zu hetzen. Leider muss ich mich morgens aber immer beeilen. Bestimmt amüsieren sich die Afrikaner darüber, wie ich tollpatschig zu Fuß unterwegs bin, aber sie zeigen es nicht. Wenn ich stolper und mein Schuh dabei kaputt geht (ist mir schon hin und wieder passiert. Die Massai-Schuhe die ich trage sind auch nicht so stabil), kassiere ich auch immer ein mitleidiges „Pole“.* Zum Glück kann ich die Schuhe für weniger als 20ct reparieren lassen. In dem Vorlesungsraum angekommen, begrüße ich meine Freunde. Sehr selten bekomme ich das morgendliche Gebet mit. In manchen Vorlesungen, die von Nonnen oder Pastoren gehalten werden, wird halt vorher gebetet. Dafür bin ich aber oft einfach zu spät. Während der Vorlesung höre ich natürlich zu. Manchmal schreibe ich auch SMS. Ich hatte vergessen, zu erwähnen, dass ich manchmal schon morgens im Bett eine „Extreem-SMS“ schicke. Mein Mobilfunk-Provider bietet 100 SMS für 400 Shillingi an. 400 Shillingi sind ca 20ct. Die SMS sind zwar limitiert auf einen Tag aber es lohnt sich. Normalerweise kostet eine Nachricht 50 Shillingi. Und ich schreibe mehr als 8 SMS pro Tag…
Na ja was mach ich noch so den ganzen Tag? Freunde besuchen, mich unterhalten, in die Stadt fahren, mir Gedanken um meine Forschungsarbeit machen… 

Ich treffe auf dem Campus immer wieder Leute die mich kennen, ich sie aber nicht. Meistens sind es männliche Personen, die mich ganz euphorisch Begrüßen. Eine Konversation lief am Anfang meiner Zeit in Tansania ungefähr so ab:

Typ: „Heeey Catherlyn!!!“ (Manche hier verwechseln das „L“ und das „R“, zum Beispiel die Menschen, die den Sukuma-Stamm angehören. Und sie denken, dass man meinen Namen englisch aussprechen muss. In der Tansanischen Version heißt Katharina aber auch Katharina. Das verstehen die aber einfach nicht, dass mein Name genauso ist. Das mit dem "L" ist witzig, habe sogar schon SMS bekommen, in denen mein Name wirklich so geschrieben wurde)
Ich: „Hello“
Typ: „How are you?“
I: “I’m fine, thank you, how are you?”
T: “I' good. My name is Innocent.” Oder auch: Goodluck, Godlisten, Evergreen, Happyness, Mambo-Leo (was Hallo, wie geht’s - Morgen auf Kiswahili heißt) etc… diese Namen sind echt beliebt.
I: Oh, nice to meet you. Do we know each other?
T: No, I just wanted to greet you. Only want to get to know you, that we can share Time, have conversations…
I: Ohw ok…
T: Where are you from? (das weiß er schon längst, er will nur ne Konversation starten)
I: Im from Germany.
T: Ahhh from German. (Die verstehen auch nicht, dass ein Unterschied zwischen German und Germany besteht, man weiß nicht warum) How is German? Is it like in Tanzania?
I: No it is totally different. You can’t compare.
T: Do you like Tanzania?
I: Yeah, I love it. I really enjoy my time here.
T: hört nicht auf mich auszufragen… "Do you have Power-Cutoffs in Germany? Do you have Tribes  over there?" Ich erkläre, das es in Deutschland keine Stromausfälle gibt und auch keine Stämme...
Irgendwann kommen dann Fragen wie: „Can you imagine to marry a Tanzanian guy?”
I: „Bado nipo nipo kwanza“ (Das heißt so viel wie „ich bin noch nicht bereit fürs heiraten“ diesen Satz halte ich für sehr wichtig zu wissen)

So das war erst mal wieder von mir. Ich bin übrigens gerade in Dar es Salam, der größten Stadt in Tansania. Sie liegt an der Küste und es ist wunderschön hier. Gestern sind wir angekommen. Ich schreibe demnächst genaueres. Bye…

*heißt so viel wie „Sorry“. Damit drückt man sein Mitleid aus.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

No German...

(written on 1.12.2010)

As I promised, this post is in English. My Tanzanian friends always complain,that they can't enjoy my blog.

The university life is keeping me busy and everything is quite normal. I really enjoy the time here with my friends and I am scared of leaving this place, because I am sure, that I am going to miss a lot, despite the fact that I will see my family and friends back in Germany.

Today it was quite rainy and cloudy. We had something like 18°C. Everyone here felt cold, but for us Germans it was very calm. It was quite amusing, because the classes were so empty- no one wanted to come to university because he felt cold. My friend Joyce wrote me a message that she had to leave the class and go home because she felt freeze. I heard that you guys have -8°C in Germany and while you suffer with this hurting frosty weather, people here go crazy about 18°C. One lecturer finished his lesson after half an hour, because he said, it is impossible to study in these conditions. I laughed!!!

Now let me show you some pictures… I am tired of writing…


Some Pictures are taken with my phone, some with the camera of Martin. 


Antilopen auf Sanane Island

 Bukoba- Musira Island