Heute sind wir wieder einige Stunden unterwegs gewesen. Erneut versuchten wir uns heute Morgen bei der Uni einzuschreiben. Der erste (gestern) und zweite Versuch waren erfolglos. Zuerst war keiner anwesend und beim zweiten Mal ist der Strom ausgefallen. Pole pole, sagen die hier immer. Beim dritten Versuch war wieder Irgendwas und nun haben wir morgen einen Termin um 14:30h. Versuche, herauszufinden wo mein Gepäck ist, scheiterten auch. Aber ich konnte mir schon Kleidung kaufen. Ich habe zwei neue Kleider und einen neuen Rock. Eins der Kleider wurde extra für mich genäht. Die Näherin sagte zu mir, ich kann immer wieder zu ihr kommen und sie würde mich lieben. Für das selbstgenähte Kleid bezahlte ich etwa sieben Euro. Kann man nicht meckern, oder?
Die T-Shirts und die Unterwäsche, die es in der Stadt zu kaufen gab, waren nicht sonderlich verlockend. Kosmetika besorgte ich mir in einem supermarktähnlichen Laden. Ich habe sogar Produkte gefunden, die es in Deutschland zu kaufen gibt (teuer versteht sich). Schuhe konnte ich auch bekommen, handgearbeitete Flip-Flops aus Leder gefertigt. Sie sind wirklich sehr ansehnlich. Es war insgesamt günstig, jedoch hatte ich den Eindruck, dass die Leute von mir mehr Geld haben wollten als üblich, auf Grund meiner Hautfarbe.
Über das fehlende Gepäck ärgere ich mich schon ziemlich, doch ist mir bewusst, dass ich trotz der fehlenden Klamotten immer noch viel mehr besitze als die meisten der Studenten. Außerdem können wir hier leben wie die Könige im Vergleich zu dem Rest der Bevölkerung. Innerlich habe ich mich schon von meinem Kram verabschiedet.
Als Fortbewegungsmittel benutzen wir ‚Dala-Dalas‘ (Busse). Nicht zu verwechseln mit den ‚Piki-Pikis‘, welches die Bezeichnung für Motorräder jeglicher Art ist. Die werden mit mehreren Personen genutzt. Dala-Dalas sind zu vergleichen mit VW-Bullis. Hier versuchen die, so viele Menschen wie möglich in so ein Ding zu quetschen. Man darf echt nicht zimperlich sein. Leute, die Körperkontakt lieber meiden oder klaustrophobisch veranlagt sind, sollten lieber Taxi fahren. In Deutschland würden diese Wagen schneller aus dem Verkehr gezogen werden, als man ‚Dala-Dala‘ überhaupt aussprechen kann. Der Rückspiegel hängt irgendwie auf halb acht und es ist alles sehr heruntergekommen. Es ist sehr abenteuerlich solch ein öffentliches Verkehrsmittel zu nutzen. Man hat den Eindruck, es würden gar keine Verkehrsregeln herrschen. Jedoch wurde mir gesagt, dass öfter Dala-Dalas angehalten werden, um zu gucken, ob sie nicht zu voll seien.
Hier ist vieles Erlaubt, was in Deutschland mehrere Straftatbestände erfüllen würde. Zum Beispiel verbrennen die Leute einfach ihren Müll am Straßenrand. Brandstiftung, Luftverunreinigung, unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen (§§ 306, 325, 326 StGB) etc.
Bald versuche ich, ein Paar Bilder hochzuladen. Melde mich morgen wieder. Kwa heri!
Kommt mir alles irgendwie sehr bekannt vor... ;)
AntwortenLöschenhaha genau Sowas hab ich Dir auch eben gerade geschriben :D
AntwortenLöschen